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Die "mutigen" Demonstranten gegen Rechts

05.02.2024

IckeEigentlich wollte ich mich ja, vor allem hier, nicht mehr öffentlich zu politischen Themen äussern. Aber heute morgen war es mal wieder soweit, dass ich alle guten Vorsätze über den Haufen geworfen habe. Ein bekannter deutscher Nachrichtensender erklärte mir, dass schon eine Menge Mut dazugehört, an den Demonstrationen gegen Rechts teilzunehmen.

Leute, dazu gehört genau soviel Mut, wie damals in der DDR an einer Demonstration am 1. Mai oder am 7. Oktober, dem Nationalfeiertag der DDR, teilzunehmen!

Gratismut nennt man das wohl heute ...


Liebe mutige Demonstranten, habt keine Angst, es wird Euch nichts passieren:

  • Es werden Euch keine rechtsextremen Gegendemonstranten mit Hundekot oder weitaus weniger ekelhaften, aber viel gefährlicheren Dingen bewerfen oder von Brücken aus mit Altöl begiessen.
  • Eure Demonstrationen müssen nicht von Hundertschaften der Polizei vor hasserfüllten Gegendemonstranten geschützt werden, auch wenn die so tun werden.
  • Die Polizei wird keine Wasserwerfer auffahren, um Euch zum aufgeben zu bewegen.
  • Die Polizei wird Euch nicht einkesseln, Eure Personalien aufnehmen und Euch dann mit an den Haaren herbeigezogenen Tatbeständen vor Gericht zitieren.
  • Euer Arbeitgeber wird Euch nicht entlassen, weil ihm Eure politische Einstellung nicht gefällt oder weil Ihr Euch nicht gegen irgend etwas impfen lassen wollt. Beamte, die bei solchen Demos gesehen werden, müssen keine Angst haben, strafversetzt, degradiert, oder sogar entlassen zu werden.
  • Eure Organisatoren wird man nicht unter fadenscheinigen Vorwüfen monatelang ohne Anklage in Untersuchungshaft nehmen und so ihre wirtschaftliche und bürgerliche Existenz vernichten, wie es Michael Ballweg geschehen ist. Also keine Angst, engagiert Euch, wie wäre es mit "Mondays against Right"? Das Wochenende wird immer länger wink
  • Euch werden auf dem Heimweg keine rechtsextremen Schlägertrupps überfallen und Euch krankenhausreif prügeln.

Alles in allem: Ihr habt keine Nachteile zu befürchten, weder wirtschaftlich noch persönlich. Und Gefahr für Leib und Leben besteht schon gar nicht.

Ich habe all die aufgezählten Dinge selbst erlebt, auf den grossen Demonstrationen in Berlin, gegen die Corona Massnahmen und andere. Nur die beruflichen Nachteile sind mir erspart geblieben, ich bin Gott sei Dank selbstständig und kann nicht von einem übereifrigen Arbeitgeber mit Mut und Haltung entlassen werden.

Aber teuer war es, weil ein gut gebriefter Polizist mir das zeigen des Mittelfingers unterstellt hat, mich "zuführen" und eine knappe Stunde festhalten liess und mir für das ganze Wochenende einen Platzverweis für Berlin Mitte erteilt und mich angezeigt hat. Ich musste einen Gerichtsprozess mit Hilfe eines Anwaltes auf dessen Rat mit einem teuren Deal abwenden, damit wenigstens mein Führungszeugnis sauber bleibt.

Nun kurz zu mir: Ich bin parteilos seit meiner Geburt, in der DDR ebenso wie in der BRD. Ich stehe politisch rechts, da wo vor Jahrzehnten die CDU/CSU stand. Rechts heisst für mich: bürgerlich-konservativ. Konservativ heisst für mich nicht rückwärtsgewandt, sondern Veränderungen vorsichtig angehen und bewährtes erhalten.

Ich bin kein Nazi und kein Faschist, ich bin bekennender Demokrat. Und dazu gehört, dass man den politisch andersdenkenden nicht mögen muss, aber akzeptiert. Aber genau das war in der Deutschen Demokratischen Republik genauso wenig der Fall wie in der Bundesrepublik Deutschland, heute so wie immer schon.

In den frühen Jahren der BRD durfte man kein Kommunist sein, Links war der Begriff für das Böse schlechthin. Linke Lehrer wurden mit Berufsverbot belegt und viele andere Schikanen erwarteten den engagierten und bekennenden Linken. Linke Demos wurden mit Wasserwerfern und anderen Formen der physischen Gewalt auseinandergetrieben und die Medien liessen kein gutes Haar an ihnen, sie waren der Propagandamaschine der Regierung machtlos ausgeliefert.

Wie sich die Zeiten ändern ... oder etwa nicht?

 

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