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	<title>ge-weblog.de &#187; Finanzen</title>
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		<title>Neuanlagen und frisches Geld &#8211; die zweite</title>
		<link>http://www.ge-webdesign.de/blog/54_neuanlagen-und-frisches-geld-die-zweite.html</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 12:38:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GE (admin)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im September 2008 habe ich zu diesem Thema bereits etwas geschrieben &#187;. Damals habe ich unser gesamte Tagesgeld bei der DiBa abgezogen, weil die DiBa meine Tagesgeld-Zinsen gek&#252;rzt und daf&#252;r Neukunden einen erh&#246;hten Tagesgeld-Zins angeboten hat.
Um den Anschein zu wahren, wurde dieser erh&#246;hte Zinssatz auch Altkunden angeboten, f&#252;r sogenanntes &#34;frisches Geld&#34;. Dazu wurde die H&#246;he [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im September 2008 habe ich zu diesem Thema bereits <a href="http://www.ge-webdesign.de/blog/50_neuanlagen-und-frisches-geld-wie-banken-ihre-altkunden-verprellen.html">etwas geschrieben &raquo;</a>. Damals habe ich unser gesamte Tagesgeld bei der DiBa abgezogen, weil die DiBa meine Tagesgeld-Zinsen gek&uuml;rzt und daf&uuml;r Neukunden einen erh&ouml;hten Tagesgeld-Zins angeboten hat.</p>
<p>Um den Anschein zu wahren, wurde dieser erh&ouml;hte Zinssatz auch Altkunden angeboten, f&uuml;r sogenanntes &quot;frisches Geld&quot;. Dazu wurde die H&ouml;he des bereits bei der DiBa angelegten Tagesgeldes zu einem bestimmten Zeitpunkt festgestellt, nur f&uuml;r Betr&auml;ge dar&uuml;ber hinaus gab es den erh&ouml;hten Zinssatz.</p>
<p>Damit wurden genau die treuesten Kunden bestraft, die wie wir ihr gesamtes frei verf&uuml;gbares Geld bei der DiBa angelgt hatten und somit kein neues Geld zuf&uuml;hren konnten.</p>
<p>Damals habe ich die Konsequenzen gezogen und sofort unser gesamtes Tagesgeld bei der DiBa abgezogen und ein Tagesgeldkonto bei der Norisbank er&ouml;ffnet. Die Norisbank hatte zu dieser Zeit gerade seri&ouml;se Anwandlungen und versprach ihren Kunden, die &quot; Bank ohne *, ** und *** &quot; zu werden. Keine Neukunden- oder Frischgeld-Aktionen, ein einfaches und &uuml;bersichtliches Angebot mit attraktiven Konditionen f&uuml;r alle.</p>
<p>Leider hat das kein Vierteljahr angehalten. Die Norisbank macht jetzt genau das, weshalb wir die DiBa verlassen hatten: Neukunden- und Frischgeld-Aktionen zu Lasten der Altkunden. Dabei werden die Konditionen f&uuml;r Frischgeld von Altkunden peinlichst so gestaltet, dass man das Geld nicht abziehen und neu anlegen kann. Gleichzeitig ist das Angebot auf 50.000 EUR beschr&auml;nkt.</p>
<p>Damit ist nun folgende absurde Situation eingetreten: Ein Altkunde, der mehrere hunderttausend EUR bei der Norisbank zu liegen hat, bekommt weniger Zins als ein Neukunde, der ein paar tausend EUR bei der Norisbank neu anlegt.</p>
<p>Ich habe nun ganz einfach keinen Bock mehr, bei vielen unterschiedlichen Banken Tagesgeldkonten zu f&uuml;hren und st&auml;ndig aufzupassen, wo ich als Altkunde verprellt werde und wo es gerade das beste Neukunden- oder Frischgeld-Angebot gibt, wo noch ein Kontostand von irgendwann gespeichert ist, der die Frischgeld-Aktion f&uuml;r mich ung&uuml;ltig macht, ob ich eventuell zu viel Geld angelegt habe und so weiter und so fort.</p>
<p>Banken, die mit solchem Unfug locken, sind f&uuml;r mich ab sofort tabu. Mehr als Tagesgeld wird nicht angelegt, damit ich sofort reagieren kann, wenn die Bank ihr F&auml;hnchen pl&ouml;tzlich in einem anderen Wind wehen l&auml;sst.</p>
<p>Leider bleiben nun kaum noch Banken &uuml;brig, bei denen ich unsere bescheidenen Ersparnisse anlegen kann, da sich diese Unsitten bereits auf breiter Front durchgesetzt haben.</p>
<p>Ich hoffe, dass viele andere genauso denken wie ich und genauso konsequent solchen Unfug abstrafen, deshalb nun ein Link zu einer Bank, die sich zur Zeit noch diesem Trend entzieht und ein sauberes, seri&ouml;ses Angebot ohne Haken und &Ouml;sen macht:</p>
<p><a href="http://www.mercedes-benz-bank.de">www.mercedes-benz-bank.de &raquo;</a></p>
<p>Zu dieser Bank werden wir vorerst einmal unser Tagesgeld transferieren, in der Hoffnung, dass wir hier nicht in wenigen Wochen eine &auml;hnliche &Uuml;berraschung erleben und irgendwann unser Geld im Sparstrumpf oder unter dem Kopfkissen deponieren m&uuml;ssen.</p>
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		<title>Neuanlagen und frisches Geld &#8211; wie Banken ihre Altkunden verprellen</title>
		<link>http://www.ge-webdesign.de/blog/50_neuanlagen-und-frisches-geld-wie-banken-ihre-altkunden-verprellen.html</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 09:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GE (admin)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[ING-DiBa;Norisbank;Banken;Tagesgeld]]></category>
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		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich bekam ich Post von der ING-DiBa, der Bank, bei der wir unser gesamtes Erspartes zu liegen haben, angelegt als Tagesgeld und Festgeld. Der Inhalt lautete ungef&#228;hr so:

&#8230; wir haben Ihren Kontostand zum 31.08.2008 festgestellt. F&#252;r jeden neuen Euro, der &#252;ber dieses Guthaben hinausgeht, bekommen Sie bis Ende 2008 5% Zinsen &#8230;

Ja haben die denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich bekam ich Post von der ING-DiBa, der Bank, bei der wir unser gesamtes Erspartes zu liegen haben, angelegt als Tagesgeld und Festgeld. Der Inhalt lautete ungef&auml;hr so:</p>
<blockquote>
<p>&#8230; wir haben Ihren Kontostand zum 31.08.2008 festgestellt. F&uuml;r jeden neuen Euro, der &uuml;ber dieses Guthaben hinausgeht, bekommen Sie bis Ende 2008 5% Zinsen &#8230;</p>
</blockquote>
<p>Ja haben die denn noch alle beisammen? Bekommt jetzt jeder Neukunde mehr Zinsen als wir, die wir seit vielen Jahren unser gesamtes Erspartes bei der ING-DiBa zu liegen haben? Stammkunden 3,5%, Neukunden 5%? Ich habe sofort reagiert!</p>
<p>Meine Antwort (per email) lautete ungef&auml;hr so:</p>
<blockquote>
<p>&#8230; Leider haben wir schon unser gesamtes Erspartes bei Ihnen als Tages- bzw. Festgeld angelegt.&nbsp; Somit k&ouml;nnen wir Ihnen leider kein nennenswertes Frischgeld zuf&uuml;hren. Unsere Antwort auf Ihre Aktion wird sein, dass wir unser gesamtes Tagesgeld bei Ihnen abziehen und f&uuml;r 4,5% ohne Haken und &Ouml;sen bei der Norisbank als Tagesgeld anlegen. Dann k&ouml;nnen wir dieses Geld bei Ihrer n&auml;chsten Frischgeld-Aktion kurzfistig wieder bei Ihnen parken.</p>
</blockquote>
<p>Nach ca. 3 Tagen erhielten wir eine Antwort per email, dass die &quot;Beschwerde&quot; an die zust&auml;ndige Fachabteilung weitergeleitet wurde. Nach mehr als einer Woche kam dann ein Brief mit der lapidaren Bitte um Verst&auml;ndnis, dass sich auch die ING-DiBa um Neukunden bem&uuml;hen muss. Zu diesem Zeitpunkt war der Kontostand unseres Tagesgeld-Kontos bereits auf Null.</p>
<blockquote>
<p>Liebe ING-DiBa, wir haben selbstverst&auml;ndlich volles Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass Sie mit den vergleichsweise niedrigen Tagesgeldzinsen Ihrer Altkunden die &uuml;berdurchschnittlich hohen Tagesgeldzinsen f&uuml;r Neukunden (oder f&uuml;r frisches Geld) und Ihre Frontfigur Dirk Nowitzki finanzieren. Sie brauchen ja Neukunden und frisches Geld.</p>
<p>Wir gehen jedoch davon aus, dass auch Sie Verst&auml;ndnis daf&uuml;r haben, dass wir bei k&uuml;nftigen Frischgeld-Aktionen auf der Gewinnerseite stehen m&ouml;chten und deshalb unser gesamtes Tagesgeld zu einer anderen Bank transferieren, um es zu gegebener Zeit, im Rahmen einer weiteren Neukunden- und Frischgeldaktion Ihrerseits, bei Ihnen als &quot;frisches Geld&quot; kurzfristig wieder zu parken.</p>
</blockquote>
<p>Ihr werdet sicher bemerkt haben, dass mein Blog werbefrei ist. Die folgenden Links sind keine Werbung, sondern eine Empfehlung.</p>
<p>Die Norisbank hat sich &uuml;ber die Jahre einen sehr unseri&ouml;sen Ruf erarbeitet, als Erfinder von Easy Credit und durch aggressive Werbung per Post und Telefon. Das hat sicher mit den wechselnden Eigentumsverh&auml;ltnissen zu tun, jeder neue Investor wollte m&ouml;glichst schnell Kasse machen.</p>
<p>Seit 2007 geh&ouml;rt die Norisbank zur Deutschen Bank. Das Angebot der Norisbank hat sich seitdem grundlegend zum positiven gewandelt. Keine teure Fronfigur, keine Neukunden- oder Frischgeldaktionen und ein &uuml;bersichtliches, attraktives Angebot.</p>
<p>Ein kostenloses Girokonto ohne Bedingungen und Tagesgeldzinsen von derzeit 4,5% f&uuml;r alle haben uns &uuml;berzeugt. Bei einem Gespr&auml;ch in der Filiale wurde uns glaubw&uuml;rdig erkl&auml;rt, dass die Norisbank eine Bank ohne *, ** und *** sein will.</p>
<p>Genau so wollen wir es haben.</p>
<h2>Edit Dezember 2008</h2>
<p>Leider ist die Norisbank auf dem Weg zur&uuml;ck zu der Bank als die ich sie kannte: Unseri&ouml;s und zunehmend undurchsichtige Angebote. Die Zinsen f&uuml;r mein Geld wurden drastisch gek&uuml;rzt, daf&uuml;r bekommen jetzt auch hier Neukunden mehr Zinsen. Ich sponsore praktisch mit den niedrigen Zinsen f&uuml;r mein Geld das Neukundengesch&auml;ft der Norisbank.</p>
<p>Vergessen ist das Versprechen, in Zukunft die Bank ohne *, ** und *** zu sein.</p>
<p>Auch hier werde ich die Konsequenzen ziehen, mein gesamtes Geld abziehen und einer Bank anvertrauen, die auf solche M&auml;tzchen verzichtet. Gott sei Dank habe ich bei der Norisbank nur Tagesgeld angelegt.</p>
<p>Allerdings stellt sich nun die Frage, welcher Bank man &uuml;berhaupt noch vertrauen kann &#8230;</p>
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		<title>Die Telekom Aktie und das Geld anderer Leute</title>
		<link>http://www.ge-webdesign.de/blog/41_die-telekom-aktie-und-das-geld-anderer-leute.html</link>
		<comments>http://www.ge-webdesign.de/blog/41_die-telekom-aktie-und-das-geld-anderer-leute.html#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 16:20:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GE (admin)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern eine der Topmeldungen in allen Medien: 17.000 Aktion&#228;re klagen gegen die Telekom. Die Telekom- (Weh-) Kl&#228;ger, die im Jahr 2000 beim 3. B&#246;rsengang der Telekom Aktien f&#252;r 63,50 EUR erworben haben, wollen eine Entsch&#228;digung f&#252;r erlittene Kursverluste einklagen.
Da frage ich mich doch, ob die gleichen 17.000 Aktion&#228;re heute, wenn der Kurs der T-Aktie um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern eine der Topmeldungen in allen Medien: 17.000 Aktion&auml;re klagen gegen die Telekom. Die Telekom- (Weh-) Kl&auml;ger, die im Jahr 2000 beim 3. B&ouml;rsengang der Telekom Aktien f&uuml;r 63,50 EUR erworben haben, wollen eine Entsch&auml;digung f&uuml;r erlittene Kursverluste einklagen.</p>
<p>Da frage ich mich doch, ob die gleichen 17.000 Aktion&auml;re heute, wenn der Kurs der T-Aktie um das 5-10fache gestiegen w&auml;re, der Telekom anbieten w&uuml;rden, den Kursgewinn an die Telekom zu &uuml;berweisen? Ich glaube eher nicht!</p>
<p>Da wollen sich also 17.000 Spekulanten ihre Spekulationsverluste von der Telekom ersetzen lassen. Warum nenne ich diese Aktion&auml;re Spekulanten?</p>
<h2>Warum man eine Aktie kauft</h2>
<p>Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen. Mit dem Kauf einer Aktie wird man Miteigent&uuml;mer eines Unternehmens. Das tut man, um am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu partizipieren, was durch die Aussch&uuml;ttung der Gewinne an die Aktion&auml;re in Form einer Dividende pro Aktie geschieht. Das SOLLTE zumindest der Grund f&uuml;r den Kauf von Aktien sein.</p>
<p>Die meisten Aktien werden an der B&ouml;rse gehandelt, der Kaufpreis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage und fundamentalen Unternehmensdaten. Und nat&uuml;rlich aus den Erwartungen der Anleger an die Entwicklung des Unternehmens in der Zukunft.</p>
<p>Wenn man eine Aktie kauft, nur um sie sp&auml;ter zu einem h&ouml;heren Preis wieder zu verkaufen, dann nennt man das Spekulation. Wenn man ein seri&ouml;se Geldanlage im Sinn hat, kann man eigentlich ganz einfach ausrechnen, wieviel Geld man f&uuml;r eine Aktie ausgeben kann, wenn man eine bestimmte Kapitalverzinsung anstrebt:</p>
<p>Man nimmt einfach die in den letzten Jahren durchschnittlich gezahlte Dividende und setzt sie zum aktuellen Aktienkurs ins Verh&auml;ltnis. Wenn ich z.&nbsp;B. die Dividende mit 20 multipliziere, bekomme ich den Aktienpreis, bei dem ich 5% Dividendenrendite erziele, vorausgesetzt, die Dividende bleibt in den n&auml;chsten Jahren gleich.</p>
<p>Man sollte aber daran denken, dass die Mehrheit der Aktion&auml;re auch bei guter Gesch&auml;ftslage mal entscheiden kann, auf die Auszahlung einer Dividende zugunsten von Investitionen zu verzichten.</p>
<h2>Die Telekom-Aktie im Jahr 2000</h2>
<p>Wie sah es im Jahr 2000 mit der Telekom-Aktie aus?</p>
<p>1996 wurde eine Dividende von 30 ct gezahlt, 1997 bis 1999 waren es ca. 60 ct. Ein seri&ouml;ser Anleger ohne spekulative Hintergedanken h&auml;tte also bei einer Renditeerwartung von 5% maximal 12&nbsp;EUR f&uuml;r eine Telekom-Aktie ausgegeben.</p>
<p>Die Telekom- (Weh-) Kl&auml;ger von heute haben 63,5 EUR f&uuml;r diese Aktien bezahlt. Unter der Voraussetzung einer gleichbleibenden Dividende von 60 ct / Aktie w&auml;re das ein Investment mit einer zu erwartenden Rendite von weniger als 1%. Das kann nicht der Beweggrund f&uuml;r den Kauf der Telekom-Aktien gewesen sein, da h&auml;tten die Anleger ihr Geld auch auf dem Sparbuch lassen k&ouml;nnen. Da liegt es sicher und bringt mehr. Oder haben die wirklich gedacht, dass die Dividende auf 3&nbsp;EUR und mehr steigt, um wenigstens 5% Rendite zu erzielen?</p>
<p>Wenn man schon die Geldanlage &quot;Aktie&quot; w&auml;hlt, die ja grunds&auml;tzlich mit dem Risiko des Totalverlustes behaftet ist, dann will man doch wenigstens mehr Rendite erzielen als mit sicheren Anlageformen.</p>
<p>Ich bin mir also ziemlich sicher, dass die Aktienk&auml;ufer des 3. B&ouml;rsenganges im Jahr 2000 anderes im Sinn hatten. Die haben gewusst, dass der Aktienkurs Anfang 2000 bei &uuml;ber 100&nbsp;EUR gelegen hat, und sind von einem vor&uuml;bergehenden Tief des Kurses ausgegangen. Somit haben sie die Aktien im Vertrauen auf wieder steigende Kurse gekauft, also nicht als Investment, sondern als Spekulationsobjekt.</p>
<p>Und deshalb nenne ich diese 17.000 (weh-) klagenden Aktion&auml;re &quot;Spekulanten&quot;! Sie wollten an das Geld anderer Leute und k&ouml;nnen es nicht verkraften, dass nun andere Leute IHR Geld haben!</p>
<p>Oder sie wussten nicht, was sie tun.</p>
<h2>Das Geld anderer Leute</h2>
<p>An der B&ouml;rse wird n&auml;mlich nur gehandelt. Es werden keine Werte und kein Geld geschaffen oder vernichtet, auch wenn die Telekom-Aktion&auml;re des 3.&nbsp;B&ouml;rsenganges das so empfinden m&ouml;gen. Wenn eine Aktie auf 0 f&auml;llt, dann ist das Geld nicht weg, das hat nur ein anderer.</p>
<p>Jeder, der an der B&ouml;rse mit Aktienkursen spekuliert, will an das Geld der anderen. Das ganze ist ein Nullsummenspiel, wenn man die Aufschl&auml;ge mal vernachl&auml;ssigt, die H&auml;ndler und B&ouml;rsenmakler m&uuml;ssen schliesslich auch Geld verdienen.</p>
<p>Wenn ich an der B&ouml;rse mit Aktienhandel gewinne, dann M&Uuml;SSEN andere verlieren, anders geht es nicht!</p>
<p>Das Geld wird an der B&ouml;rse also lediglich umverteilt. Wenn von heut auf morgen keiner mehr Aktien kaufen wollte, die Nachfrage also auf 0 fallen w&uuml;rde, w&uuml;rden auch alle Aktienkurse auf 0 fallen. Theoretisch w&uuml;rde das an der Situation der Unternehmen nichts &auml;ndern, nur die Umverteilung von Geld an der B&ouml;rse w&auml;re beendet. Wer seine Aktien verkauft hat w&auml;re der Gewinner, die Aktieninhaber die Verlierer. Jedenfalls unter spekulativen Gesichtspunkten. Die Aktieninhaber sind ja immer noch Miteigent&uuml;mer des jeweiligen Unternehmens und bekommen die j&auml;hrliche Dividende. Sie sitzen in diesem theoretischen Fall lediglich in ihrem Investment fest, da sie die Aktien nicht verkaufen k&ouml;nnen.</p>
<h2>Die Vow&uuml;rfe an die Telekom</h2>
<p>Die Vorw&uuml;rfe an die Telekom m&ouml;gen moralisch teilweise gerechtfertigt sein, rein rechtlich halte ich sie jedoch f&uuml;r zweifelhaft. Wer etwas verkaufen will macht Werbung, das ist doch das normalste von der Welt.</p>
<p>Die Telekom hat im Jahr 2000 Aktien zum aktuellen Kurs ausgegeben. Jeder konnte nachrechnen, die Dividenden der letzten Jahre waren bekannt. Trotzdem waren die emittierten Aktien 3,5-fach &uuml;berzeichnet! Wenn ich Telekom gewesen w&auml;re, ich h&auml;tte den Preis noch weit h&ouml;her getrieben!</p>
<p>Der Kleinanleger im Aktienrausch hat das m&ouml;glich gemacht.</p>
<p>Wenn der an der B&ouml;rse gewinnt, f&uuml;hlt er sich clever, er hat zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung getroffen. Es ist ausschliesslich sein Verdienst und seine Cleverness.</p>
<p>Wenn er dagegen verliert ist er betrogen worden, mit falschen Versprechungen zum Aktienkauf verleitet, auf keinen Fall ist es seine Schuld, und er m&ouml;chte von den Schuldigen entsch&auml;digt werden.</p>
<h2>Die Telekom-Aktion&auml;re des 3. B&ouml;rsenganges</h2>
<p>Wenn die Telekom-Aktienk&auml;ufer von 2000 die Aktien als Investment gekauft haben, sollten sie eigentlich zufrieden sein. Sie haben eine Aktie f&uuml;r 63,5&nbsp;EUR gekauft, die in den letzten 3 Jahren 60&nbsp;ct Dividende gebracht hatte. 2005 und 2006 hat die Telekom-Aktie 72&nbsp;ct gebracht, f&uuml;r 2007 sind 78&nbsp;ct Dividende in Aussicht gestellt.</p>
<p>Ihre Dividendenrendite hat sich von 0,98% auf 1,23% erh&ouml;ht (62&nbsp;ct im Jahr 2000, 78&nbsp;ct im Jahr 2007), das entspricht einer Steigerung der Rendite um 25%! Das ist zwar immer noch kein Top-Investment, aber das h&auml;tten die Telekom-Aktion&auml;re des 3. B&ouml;rsenganges halt vorher nachrechnen m&uuml;ssen.</p>
<p>Sie haben jetzt das, was sie gekauft haben, aber mit 25% h&ouml;herer Rendite. Solange sie die Aktien nicht verkaufen, haben sie auch keinen Verlust. Niemand hat sie gezwungen, die Aktien zu kaufen, und niemand zwingt sie, die Aktien wieder zu verkaufen.</p>
<p>Sie k&ouml;nnen ja ihre Bilanz aufbessern, indem sie ein ordentliches Aktienpaket nachkaufen. Derzeit kostet die Telekom-Aktie etwas &uuml;ber 11 EUR, was bei einer Dividende von 78&nbsp;ct einer Dividendenrendite von mehr als 7% entspricht!</p>
<p>Andere Aktion&auml;re hatten nicht so viel Gl&uuml;ck. Deren Unternehmen sind pleite, Aktienwert 0, Dividende 0 und keine Aussicht auf Besserung.</p>
<p>Da geht es doch den (weh-) klagenden Telekom-Aktion&auml;ren des 3. B&ouml;rsenganges wesentlich besser. Sie bekommen mehr Dividende als bei Kauf ihrer Aktien, und sie k&ouml;nnen die Aktien sogar noch verkaufen. Nat&uuml;rlich f&uuml;r weniger Geld, als sie ausgegeben haben, sie sitzen also schon ein wenig auf ihren Spekulationsobjekten fest. Aber sie k&ouml;nnen weiterhin auf steigende Kurse hoffen.</p>
<p>Die Telekom-Aktion&auml;re des 3. B&ouml;rsenganges haben lediglich die Aussicht auf das schnelle Geld verloren, die Aussicht auf das Geld anderer Leute.</p>
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